Erwin Schulhoff

wurde in Prag geboren. Sein Talent wurde bereits von Dvořák gelobt, als er diesem mit 7 Jahren vorspielte. Mit nur 14 Jahren bestand er die Aufnahmeprüfung am Leipziger Konservatorium, wo er bei Max Reger Komposition studierte. Mit 16 schloss er das Studium ab. Um diese Zeit entstanden die Drei Stücke für Streichorchester, in denen er seine große Liebe zu Grieg deklarierte. 1913 kehrte er, nach Studien u.a. bei Steinbach in Köln, wo er den Wüllner-Preis für Dirigieren gewann, und Konzerten in Prag und verschiedenen deutschen Städten, nach Leipzig zurück und gewann den Felix Mendelssohn Preis - als Pianist. Er gewann ihn abermals 1919, als Komponist; doch das Erlebnis des Ersten Weltkriegs hatte seine musikalische Empfindung stark beeinflusst und er wandte sich der avante garde zu. In Dresden wurde seine Wohnung zum Treffpunkt der Dada Bewegung. Zusammen mit Alban Berg organisierte er die Dresdner „Fortschrittskonzerte“, die vom Sächsischen Künstlerbund unterstützt wurden. Später wurde sein kompositorischer Stil zunehmend vom Jazz beeinflusst.

Im August 1942 starb er auf der Wülzburg, einem KZ in der Nähe von Weißenburg in Bayern.